22.03.2011

von Manfred Spörl B° RB

"Lob von allen Seiten"

Spielniveau, Organisation, Zuschauer: Deutsche Tischtennis-
Meisterschaften in Bamberg waren ein voller Erfolg.

Tischtennis-Meisterschaften 2011, Foto: Manfred Spörl

Etwa 6.000 Zuschauer, die die Deutschen Tischtennis-Meisterschaften 2011 in der Bamberger Stechert-Arena live verfolgten, zählten die Veranstalter an den drei Tagen des Faschingswochenendes. Mit dem Zuspruch waren sie ebenso zufrieden wie mit der Organisation - einschließlich der zahlreichen Helfer aus den umliegenden Vereinen - und dem Spielniveau.

Dass die Zuschauer fast ausschließlich aus aktiven, ehemals aktiven Tischtennisspielern und deren Angehörigen bestanden, ist in diesem Sport die Regel. Um die Dynamik der schnellsten Ballsportart der Welt, die Bewegungsabläufe und die taktischen Finessen zu verstehen, bedarf es schon eines Minimums an Kenntnissen. Tischtennis auf hohem Niveau - die deutschen Spitzenspieler zählen bekanntermaßen zur Weltklasse - ist mehr als nur Ping-Pong. Wer in diesem intensiv betriebenen Leistungssport als Sieger aus einem Turnier hervorgehen möchte, benötigt eine ganze Menge an Eigenschaften, einer hochkomplexe Mischung aus technischerFertigkeit, Talent, Athletik, Antizipation und Leidenschaft, nicht zuletzt die passende Tagesform und auch ein wenig Glück.

Zwei prominente Akteure waren dieser Großveranstaltung - leider - ferngeblieben. Das Aushängeschild des deutschen, ja des europäischen Tischtennissports, die aktuelle Nummer 1 der Weltrangliste, Timo Boll, verzichtete auf einen Start, um seinem Körper nach vielen kräftezehrenden internationalen Turnieren vor den anstehenden Weltmeisterschaften eine Ruhepause zu gönnen.

Die zweite Absage betraf den Schirmherrn in Gestalt Karl-Theodor zu Guttenbergs, dessen Anwesenheit sicherlich für besonderes Aufsehen gesorgt, vom hochklassigen Sport allerdings allzusehr abgelenkt hätte.

So konzentrierten sich die Zuschauer hauptsächlich auf die bayerischen Akteure. Insbesondere drei Teilnehmer standen im Fokus: Bei den Damen war dies Jung-Nationalspielerin Sabine Winter vom Bundesligisten TSV Schwabhausen, die im Viertelfinale an der späteren Siegerin Zhenqi Barthel scheiterte, bei den Herren der mittlerweile 42-jährige in Bayreuth lebende gebürtige Oberbayer Jürgen Hegenbarth (TTC Fortuna Passau, 2. Bundesliga), der nach langer erfolgreicher Karriere in Bamberg sein letztes großes Turnier spielte und noch einmal mit aller Leidenschaft bis ins Achtelfinale vordrang, und schließlich der bald 30-jährige gebürtige Oberpfälzer Bastian Steger, National- und Spitzenspieler beim Bundesligisten 1. FC Saarbrücken. Nach souveränen Auftritten bis zum Viertelfinale kämpfte er mit einem  begeisterten Publikum im Rücken Titelverteidiger Christian Süß im Halbfinale nieder, bevor er im Finale dem höher eingeschätzten Dimitrij Ovtcharov in sieben Sätzen mit 4:3 das Nachsehen gab.

Bereits vorher hatte Steger mit seinem Partner Lars Hielscher die Doppelkonkurrenz für sich entschieden.

Interessierte können alle Ergebnisse und Turnierberichte auf www.ndm2011.de ansehen.

Festzuhalten bleibt, dass sich Bamberg als Austragungsort weiterer hochkarätiger Tischtennisevents nachhaltig empfohlen hat.

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