19.11.2019

von B° RB

Kovács, Khachaturian und Weinberg

Stipendiaten des Richard-Wagner-Verbands Bamberg e. V. am Donnerstag, den 21. November, im Spiegelsaal der Harmonie

Veronika Böhm (Violine) und Jonathan Weimer (Klarinette) bestreiten am 21. November um 19.30 Uhr ihr Stipendiatenkonzert im Spiegelsaal der Harmonie mit einem attraktiven und ungewöhnlichen Programm

Veronika Böhm (Violine) und Jonathan Weimer (Klarinette) bestreiten am 21. November um 19.30 Uhr ihr Stipendiatenkonzert im Spiegelsaal der Harmonie mit einem attraktiven und ungewöhnlichen Programm. Schirmherr der Veranstaltung ist der Oberbürgermeister Andreas Starke. 

Die beiden aus Bamberg stammenden Musikstudenten und Nachwuchskünstler, die der Richard-Wagner-Verband Bamberg in diesem Sommer als Stipendiaten nach Bayreuth schicken durfte, haben ganz schön was vor: Die Geigerin Veronika Böhm und der Klarinettist Jonathan Weimer werden bei ihrem Stipendiatenkonzert am 21. November 2019 um 19.30 Uhr im Spiegelsaal der Harmonie ein attraktives und anspruchsvolles Programm mit Werken von drei Komponisten darbieten, die garantiert kein Mainstream sind. Sondern osteuropäische Musiker des 20. Jahrhunderts, deren Namen zwar mancher Musikfreund kennt, aber meistens nicht korrekt aussprechen kann. Mit von der Partie für die Klavierparts sind Ulrike Krämer und Andreas Weimer. 

Das Konzert beginnt mit einem Soloauftritt des Klarinettisten. Jonathan Weimer spielt zunächst eine kurze Hommage à Khachaturian von Béla Kovács (*1937), anschließend folgt als längstes Stück von Aram Khachaturian (1926–1978) das Violinkonzert in d-Moll op. 46 aus dem Jahr 1940 mit Veronika Böhm (Violine) und Ulrike Krämer (Klavier).

Nach der Pause führen Jonathan Weimer (Klarinette) und sein Vater Andreas Weimer (Klavier) die Sonate für Klarinette und Klavier op. 28 aus dem Jahr 1945 von Mieczyslaw Weinberg (1919–1996) auf. Als letztes Stück steht das Trio für Klarinette, Violine und Klavier in d-Moll von Aram Khachaturian aus dem Jahr 1932 auf dem Programm. Es spielen Veronika Böhm, Jonathan Weimer und Ulrike Krämer. 

Der Eintritt zum Stipendiatenkonzert ist wie immer frei, Spenden sind an diesem Abend hochwillkommen, denn sie dienen der Finanzierung von kommenden Stipendien. 

Veronika Böhm ist am 2. September 1997 in Bamberg geboren und hier aufgewachsen. Früh musikalisch geschult bekam sie 2003 bei Hertha Fiedler ihren ersten Geigenunterricht, den sie bei Birgit Hablitzl, einem Mitglied der Bamberger Symphoniker, und bei Peter Bondas fortsetzte. Noch am Gymnasium war sie gleichzeitig schon Jungstudentin an der Hochschule für Musik Würzburg bei Ella Bulatova und nahm darüber hinaus Klavierunterricht. Nach dem Abitur am E.T.A.-Hoffmann-Gymnasium 2016 wurde sie in Würzburg reguläre Violinstudentin (Bachelor künstlerisch) bei Bulatova, seit Oktober 2018 bestreitet sie zusätzlich ein künstlerisch-pädagogisches Violinstudium. Bei Wettbewerben war sie schon in jungen Jahren erfolgreich, gewann bei „Jugend musiziert“ auf Regional-, Landes- und Bundesebene sowie beim Karl-Höller-Wettbewerb, dem Neupert-Preis Bamberg und der Deutschen Stiftung Musikleben. Als Mitglied der Deutschen Streicherphilharmonie, im Bamberger Kammerorchester, der Neuen Philharmonie Forchheim und beim Festivalorchester der Höri-Musiktage Bodensee sammelte sie Orchester- und Auslandserfahrungen, an der Hochschule wirkt sie in Barockensembles mit. Meisterkurse bei Roland Daugareil, Janne Saksala und dem Voces-Quartett ergänzen ihre bisherige Ausbildung. 

Jonathan Weimer ist am 4. Oktober 1998 in Bamberg geboren und hier aufgewachsen. Seit 2004 erhält er Klarinettenunterricht – zunächst an der Städtischen Musikschule bei Petra Wiegandt, der bei Benjamin Hummel fortgesetzt wurde. Von 2013 bis 2018 war er Schüler bei Christoph Müller, einem der beiden Soloklarinettisten der Bamberger Symphoniker. Nach dem Abitur am E.T.A.-Hoffmann-Gymnasium Bamberg hat er 2018/19 an der Musikhochschule Freiburg sein Studium bei Kilian Herold und Anton Hollich begonnen. Er ist mehrfacher 1. Bundespreisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ und erhielt in diesem Rahmen zweimal den Sparkassen-Sonderpreis sowie den Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben. Orchestererfahrung sammelte er im Bayerischen Landesjugendorchester unter Dirigenten wie Peter Eötvös, Jonathan Nott und Daniel Harding, bei der Sommeroper Bamberg unter Till Weser und dem Jugendsymphonieorchester Oberfranken, mit dem er auch als Solist auftrat. Er besuchte verschiedene internationale Meisterkurse unter Hermann Stéfansson, Johannes Gmeinder, Harri Mäki und Martin Fröst und erhielt weiteren Unterricht bei Thorsten Johanns, Sebastian Manz, Johannes Peitz und Florian Schüle. 

Andreas Weimer studierte in Frankfurt am Main und Houston/Texas bei Angelika Nebel, Andreas Meyer-Hermann und Robert Roux und besuchte Meisterkurse bei Vitaly Margulis, Menahem Pressler und Leonhard Hokanson. Er spielt seit vielen Jahren als Orchesterpianist bei den Bamberger Symphonikern und ist ein gefragter Liedbegleiter, Kammermusiker und Solist. Sein Repertoire reicht vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik. Gastauftritte führten ihn auch zu internationalen Festivals, neben Rundfunkproduktionen ist er auf verschiedenen, zum Teil mit Preisen ausgezeichneten CDs präsent. Er ist Pianist des „tschaikowski Trio Bamberg“ sowie des Trio „AMA“ mit Mitgliedern der Bamberger Symphoniker. Er ist künstlerischer Leiter der „Passauer Kammerkonzerte“ und unterrichtet an der Kirchenmusikhochschule in Regensburg sowie hauptamtlich an der Berufsfachschule für Musik in Sulzbach-Rosenberg. 

Ulrike Krämer wurde 1998 geboren und erhielt mit 6 Jahren ihren ersten Klavierunterricht bei Sunae Pak in Kaiserslautern. 2015 wechselte sie aufs Landesmusikgymnasium Montabaur und wurde dort von Olga Razinkova unterrichtet. Seit 2008 nahm sie regelmäßig am renommierten Wettbewerb „Jugend musiziert“ teil. Sie erspielte sich Solo und im Duo mit Instrumentalisten und Sängern mehrere Bundespreise. Im Jahr 2017 war sie Stipendiatin der Sparkassenstiftung Westerwald-Sieg. Ebenfalls 2017 führte sie mit dem Chor des Musikvereins Kaiserslautern Rossinis Petite Messe Solennelle auf. Seit Oktober 2018 studiert sie in der Klasse von Ana-Mirabela Dina an der Hochschule für Musik Würzburg. Weitere künstlerische Impulse sammelte sie unter anderem bei Meisterkursen mit Konrad Elser, Sheila Arnold, Manfred Aust und Josef Anton Scherrer. 

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