24.04.2012

von B° RB

Bamberger Bierorden

Tag des Bieres auf dem Maxplatz in Bamberg. Markus Raupach erhält Bamberger Bierorden. Weitere Infos im Bericht

Bürgermeister Werner Hipelius eröffnete offiziell den Tag des Bieres auf dem Bamberger Maxplatz

Der erste Bierordensträger Werner Hipelius gratuliert dem zehnten Preisträger, Markus Raupach

Neu- und Alt-Bürgerordensträger Markus Raupach und Bürgermeister Werner Hipelius, sowie Stefan Stang, Geschäftsführer des Verbands der Privaten Brauereien in Bayern, (v.l.) stoßen mit den Vertretern der Bamberger Brauereien an. Fotos: Stadt Bamberg

Auch in diesem Jahr haben sich die neun Bamberger Brauereien am 23. April, dem Tag des Bieres, in einer gemeinsamen Aktion den Bürgerinnen und Bürgern am Maxplatz präsentiert. Neben dem Ausschank von Gestensaft aus heimischer Produktion wurde zum inzwischen zehnten Mal der Bamberger Bierorden verliehen.

In diesem Jahr ging die Auszeichnung an den Autor Markus Raupach. Er hat bereits 17 Bücher zur fränkischen Bierkultur veröffentlicht, darunter den „Brauereiführer Franken“ und den „Bierkellerführer Franken“. Mit seinen Artikeln, den „Bierkenner-Touren“ und den liebevoll gemachten Führern zu heimischen Brauereien und Bierkellern habe sich Raupach sehr um die heimische Bierkultur verdient gemacht, betonte Ingmar Michel vom Mahrs Bräu in seiner Laudatio.

In seinem Grußwort wies Bürgermeister Werner Hipelius, der 2003 als erster mit dem Bamberger Bierorden ausgezeichnet wurde, auf eine Studie der Bamberger Otto-Friedrich-Universität hin, die zu folgendem Schluss kam: „Bamberg ist die Bierhauptstadt, die München gerne wäre.“ Studenten der Betriebswirtschaftslehre befragten Studenten, Bamberger Bürger und Touristen, wie bekannt und beliebt verschiedene Biermarken sind. Sie stellten dabei fest, dass hinsichtlich Ansehen und Markentreue die Bamberger Brauereien besser abschnitten als ihre nationalen und internationalen Konkurrenten. „Bamberger Bier steht für ehrliche Bodenständigkeit, es ist durch seine regionale Beliebt- und Bekanntheit sehr krisensicher und hier ebenso geschätzt wie internationale Biermarken“, zitierte Hipelius aus der Studie.

Allerdings, so stellten die Studenten auch fest, hätten die Bamberger Brauereien bislang kaum Maßnahmen ergriffen, um auch Frauen als potenzielle Kunden zu gewinnen. Unter Beruf auf seine Autorität als Bürgermeister und Bierordensträger rief Hipelius deshalb alle Frauen, nicht nur Prosecco oder Wein zu trinken, sondern auch mal ein Seidla Bamberger Bier. „Das hat auch nicht mehr Kalorien als andere alkoholhaltige Getränke.“

Stefan Stang, Geschäftsführer vom Verband der bayerischen Privatbrauereien mit Sitz in München, teilte die Einschätzung der Studie. „München ist schon lange keine Bierstadt mehr, geschweige denn eine Bierhauptstadt. Inzwischen sind wir schon nicht mal mehr Fußballhauptstadt“, sagte Stang in Anspielung auf die Titelverteidigung von Borussia Dortmund. Er rief alle Liebhaber der regionalen Bierkultur dazu auf, den heimischen Brauereien die Treue zu halten.

Der Tag des Bieres wird jedes Jahr am 23. April gefeiert. An diesem Tag erließ im Jahr 1516 Herzog Wilhelm IV. von Bayern das bayerische Reinheitsgebot. In Bamberg galt das Reinheitsgebot bereits 1489. Damals verfügte Fürstbischof Heinrich III., dass für ein gutes Bier „nichts mehr zu nehmen sei denn Hopfen, Malz und Wasser“.

Die Träger des Bamberger Bierordens:

2003: Bürgermeister Werner Hipelius
2004: Bezirkstagspräsident a. D. Edgar Sitzmann
2005: Tourismusdirektor Andreas Christel
2006: Johannes Schulters (Fränkisches Brauereimuseum)
2007: Christian Fiedler (Geschichte der Bamberger Brauereien)
2008: Gerhard C. Krischker (Bamberger Mundartpoet)
2009: Ursel Blenk, Robert Pawelcak und Frank Wetzel (Herausgeber „Brauerei-Landkarte Franken“ & „Franken-Bier-Quartett“)
2010 Günter Heidenreich (Fa. Heinrich Leicht)
2011 Günter Ruhland (Brauereikultur-Verband)
2012 Markus Raupach (Buchautor)

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