14.10.2018

von B° RB

Holger von Berg

Der "Berg" vom Grünen Hügel. Der Geschäftsführende Direktor der Festspiele spricht am 16. Oktober in Bamberg über seine Arbeit und darüber, wie man an Karten kommt

Katharina Wagner (links) und Holger von Berg, die beiden Geschäftsführer der Bayreuther Festspiele GmbH, zusammen mit Marie Luise Maintz und "Meistersinger"-Regisseur Barrie Kosky (rechts) bei der Festspielpressekonferenz 2017

Festspielleiterin Katharina Wagner ist noch der bekanntere Teil des Geschäftsführungsduos der Bayreuther Festspiele GmbH: Wer Holger von Berg kennen lernen will, der ihr seit zweieinhalb Jahren fachmännisch zur Seite steht, hat am 16. Oktober Gelegenheit dazu. Der 52-jährige Diplomvolkswirt spricht auf Einladung des Richard-Wagner-Verbands um 19.30 Uhr im Hotel Bamberger Hof über seine Arbeit und beantwortet auch gerne Fragen, wie man am besten an Karten kommt. Der Eintritt ist frei.

Holger von Berg, der im Festspielorganigramm inzwischen gleichberechtigt neben der Wagner-Urenkelin steht, ist – wie schon der Name sagt – ein Berg von einem Mann und hat am Grünen Hügel in vielerlei Hinsicht das Sagen. Seine Theaterlaufbahn begann an der Alten Oper Frankfurt, weitere Stationen führten ihn ans Landestheater Mecklenburg und die Städtischen Bühnen Regensburg. Von 2002 an war er Geschäftsführender Direktor des Münchner Residenztheaters, bis er im April 2016 in gleicher Funktion nach Bayreuth wechselte. 

Von seinem Vorgänger Hans-Dieter Sense übernahm er ein Mammutprojekt: die  Generalsanierung des 1876 eröffneten Festspielhauses. Und weil die Festspielleitung nicht noch einmal eine Blamage wie 2013 erleben will, als im großen Jubiläums-Jahr zum 200. Geburtstag Richard Wagners das Festspielhaus eingerüstet war, heißt das für Holger von Berg, dass er in den zuständigen Gremien hartnäckig ums Geld kämpfen muss.

Falls die nötigen Mittel rechtzeitig zur Verfügung stehen, soll das Haus bis 2026, pünktlich zum 150-jährigen Bestehen der Bayreuther Festspiele, komplett renoviert sein. Die Sanierung der Fassade ist bereits abgeschlossen, nach den stabilisierenden Arbeiten am Bühnenturm stehen im nächsten Bauabschnitt der Brandschutz und Umbauten für einen barrierefreien Zugang an. Außerdem soll eine Lösung gefunden werden, damit das Publikum es auch ohne Klimaanlage im sommerlich aufgeheizten Zuschauerraum besser aushalten kann. 

Ein weiteres Großprojekt Holger von Bergs – die zeitgemäße Abwicklung des Kartenverkaufs bei gleichzeitiger Bekämpfung des Schwarzmarkts und erhöhten Sicherheitsanforderungen – ist fast schon in trockenen Tüchern. Und ganz nebenbei hat er mit dem von Marie Luise Maintz kuratierten „Diskurs Bayreuth“ ein Rahmenprogramm initiiert, das sich mehr als sehen lassen kann und den Festspielen künstlerisch und inhaltlich ein Glanzlicht aufsetzt. 

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