28.11.2018

von B° RB

Herzog Max in Bayern

Historisches Museum Bamberg: Der gute Stern oder 
Wie Herzog Max in Bamberg die Zither entdeckte. 27.11.2018 – 3.2.2019

Herzog Max in Bayern an der Zither, Lithografie von Johann Wölfle, nach Zeichnung von Samuel Friedrich Diez, Privatbesitz

Von Musikgelehrten lange als „Bauern- und Lumpeninstrument“ verschmäht, wurde die Zither im 19. Jahrhundert das bevorzugte Instrument des Bürgertums. 

Zu verdanken ist das Herzog Max in Bayern (1808-1888). Als der Wittelsbacher im Jahre 1837 in seiner Geburtsstadt Bamberg den Wiener Zithervirtuosen Johann Petzmayer hörte, begann eine lebenslange Passion. 

Fakten
Der gute Stern oder 
Wie Herzog Max in Bamberg die Zither entdeckte

27.11.2018 – 3.2.2019

Historisches Museum Bamberg, Alte Hofhaltung, Domplatz 7, 96049 Bamberg

Er holte ihn als Hofmusiker nach München und machte ihn zu seinem Lehrmeister. Auch seine Tochter Sisi, spätere Kaiserin von Österreich, erlernte bei Petzmayer das Zitherspiel. Die Ausstellung spannt den Bogen von der Entwicklung der Zither zum abenteuerreichen Leben des komponierenden, dichtenden und musizierenden Herzogs. 

Ausgewählte Exponate und Musikstücke zeigen die Anfänge des Instruments mit Monochord und Scheitholt über die Kratzzither bis hin zur modernen Konzertzither. Ihre kulturelle Bedeutung in Bayern, Europa und der ganzen Welt wird anhand verschiedener Themenschwerpunkte aufgezeigt. Illustrierte Notenbücher und Graphiken aus dem 19. Jahrhundert verdeutlichen, dass die bis heute lebendige Alpenfolklore, die der Zither anhaftet, mit dem Wirken von Herzog Max eng in Verbindung steht. Ungewöhnliche Exponate aus der ethnographischen Sammlung der Museen der Stadt Bamberg demonstrieren die unglaubliche Klang- und Formenvielfalt der Zither weltweit. Die spezielle Rolle der Volksmusik in Deutschland bei der nationalen Identitätsbildung wird am Beispiel der Zither gezeigt. Auch von den Auswanderern, die die Zither mit in ihre neue Heimat brachten und vom Missbrauch der Zithermusik im Nationalsozialismus zur Gleichschaltung der Gesellschaft ist die Rede. Ein Höhepunkt der Ausstellung ist das Zitherfestival am 11.1. und 12.1. 2019 in der Stadtgalerie Bamberg - Villa Dessauer.

Begleitprogramm

Die musikalische Bandbreite der Zither lässt sich am besten live erleben. Daher werden im Rahmen eines Begleitprogramms zur Ausstellung moderne Zithervirtuosen aus Deutschland, Tschechien und Österreich ihre vielfältigen Künste unter Beweis stellen. 

Sonntag, 9.12.2018, 14 Uhr, Historisches Museum

Konzert „Regnitztaler Saitenmusik“

Das Erlanger Ensemble, bestehend aus Gertrude Heldmann - Zither, Rolf Stock - Zither, Christa Papesch - Gitarre, Konrad Grasser - Kontrabass, widmet sich hauptsächlich der Volksmusik und des deutschen Volksliedgutes. Auch Stücke Alter Meister des 16. bis 18. Jahrhunderts gehören zum Repertoire. Eintritt: 4 €, ermäßigt 3 €

Zitherfestival 11. 1. und 12. 1. 2019

Stadtgalerie Bamberg - Villa Dessauer, Hainstr. 4 a, Bamberg

Freitag, 11.1.2019, 19 Uhr

Konzert „Klingende Zithergeschichte“

Der Schauspieler Josef Ludwig Pfitzer und die Zitherspieler/in Petra Hamberger, Gerhard Wunderlich und Jonathan Fiegl nehmen die Zuhörer mit auf eine Reise durch die Zeit, angefangen mit dem Klang des mittelalterlichen Scheitholts. Bild-Projektionen, schauspielerische Szenen, originale Texte aus der jeweiligen Epoche und passende Kostümen machen das Konzert zu einem Erlebnis. Eintritt: 15 €, ermäßigt 10 €

Samstag, 12.1.2019, 13 – 16 Uhr

Zitherschnuppertag mit Workshop

„Zither spielen – lernen“ mit fränkischen Zitherlehrern (Gerhard Wunderlich, Frank Bluhm, Ruth Vogelbacher). Probespielen, Kurzkonzerte, Instrumentenausstellung. 
Voranmeldung: museum@stadt.bamberg.de / 0951 87-1142, Eintritt frei

Samstag, 12.1.2019, 19 Uhr

e-Zither-Nacht

Vier Meister der Zither zeigen ihre Kunstfertigkeit an elektronischen Instrumenten. Mit dabei der Zither-Manä (Manfred Zick), der schon in den 1980er Jahren mit seinem legendären Zither-Rock auf sich aufmerksam machte. Der Stil von Michal Müller aus Tschechien ist geprägt von Blues und Folk. Steffen Hempel aus Thüringen hat sich auf Balladen der Pop-Rock-Musik spezialisiert. Der Tiroler Martin Mallaun steht mit seinen elektronischen Klanginstallationen für experimentelle Musik. Eintritt: 15 €, ermäßigt 10 €

Sonntag, 27.1.2019, 14 Uhr, Historisches Museum Bamberg

Frank Bluhm Trio

Frank Bluhm (Zither), Iris Bluhm (Gitarre) und Gerd Semle (Kontrabass) sind über die Grenzen Frankens bekannt für ihre Interpretationen verschiedener Jazz-Standards u. a. von George Gershwin, Frank Churchill, Glenn Miller, Duke Ellington und Django Reinhardt. Eintritt: 4 €, ermäßigt 3 €

Sonntag, 3.2.2019, 11 Uhr, Historisches Museum Bamberg

Wildenberg Saitenmusik 

Auf Zither, Hackbrett und Gitarre spielt die Wildenberg Saitenmusik (Gerhard Wunderlich, Edith Dumler, Gerhard Rettenmeier, Helmut Reichel) alpenländische Volksmusik. Eintritt: 4 €, ermäßigt 3€

Kartenvorverkauf für Begleitveranstaltungen an den Museumskassen Sammlung Ludwig / Historisches Museum oder unter museum@stadt.bamberg.de bzw. Tel. 0951 87-1142

MUSEEN DER STADT BAMBERG

Historisches Museum Bamberg

Alte Hofhaltung,  Domplatz 7,  96049 Bamberg

Tel. +49 (0)951.51 90 746 (Kasse),  +49 (0)951.87 1142 (Verwaltung)

www.museum.bamberg.de  museum@stadt.bamberg.de

Öffnungszeiten der Winterausstellung:

27.11. 2018 – 3.2.2019 | Di-So und feiertags 10–17 Uhr

bis 13.1.2019   täglich 10–17 Uhr

24.12.2018   11–16 Uhr   |   1.1.2019   13–17 Uhr

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