20.10.2016

von B° GO

Prager Pracht im Haus der Macht

Pfalzmuseum Forchheim im Begleitprogramm der bayerisch-tschechischen Landesausstellung Karl IV. im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg.

Zum 700. Geburtstag Kaiser Karls IV. präsentieren der Freistaat Bayern und die Tschechische Republik eine gemeinsame Landesausstellung, die nach dem Ausstellungsort Prag nun vom 20. Oktober bis zum 5. März 2017 im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg zu sehen sein wird.

Das Pfalzmuseum Forchheim trägt mit der Führung „Prager Pracht im Haus der Macht“ zum Begleitprogramm der Sonderschau bei: Am Sonntag, den 23. Oktober 2016 um 14:30 Uhr und am Sonntag, den 29. Januar 2017 um 14:30 Uhr geht es in der Kaiserpfalz in Forchheim um die kostbaren gotischen Wandmalereien böhmischer Künstler in der ehemals fürstbischöflichen Burg. 

Sie zählen zu den ältesten Wandmalereien Bayerns in einem profanen Gebäude.

Die religiösen, allegorischen und alltäglichen Malereien wurden vom Erbauer der Burg, dem Bamberger Fürstbischof Lambert von Brunn (um1320 - 1399) in Auftrag gegeben. Angefertigt wurden sie zwischen 1380 und 1400 von führenden Künstlern in Bezügen zu den damaligen Kunstzentren in Böhmen und Italien. Von Brunn hatte enge Verbindungen zum böhmischen Königshaus in Prag. Er war enger Vertrauter und führender Politiker unter Karl IV., ehe er 1375 Fürstbischof von Bamberg und darüber hinaus sogar Kanzler unter König Wenzel wurde.

Museumsführerin Waltraud Feis erklärt die kunsthistorischen, historischen und künstlerischen Aspekte der Wandmalereien: Die kunsthistorische Betrachtung thematisiert die zunehmend naturalistische Darstellung der Figuren in einer neuen Auffassung des Raumes am Ende des 14. Jahrhunderts (Zuwendung vom Jenseits ins Diesseits, Dreidimensionalität). 

Weiterhin werden die Entstehungs- und Baugeschichte der Kaiserpfalz und die Person Lambert von Brunn und ihre Beziehungen zum Königshof in Prag Thema sein. 

Der technische Aspekt zeigt den Zusammenhang von Architektur und der Wandmalerei mit  ihren Farbpigmenten, den Bindemitteln und dem Farbauftrag. Waltraud Feis wird den Besuchern auch die Vorgehensweise der Restaurierung verdeutlichen.

Die Führung kann nur mit Voranmeldung besucht werden und kostet pro Person 2,00 Euro, zuzüglich des Museumseintritts von 5,00 Euro.

Passend zum Thema

Leider kein passender Artikel gefunden.
Weitere Artikel finden Sie hier.

Haben Sie einen Artikel, der hierher passen würde? Bitte informieren Sie unsere Redaktion, vielen Dank!

Mehr aus der Rubrik

9. Bamberger Weinfest vom 17. bis 21. Mai 2018. 8 Bands & 4 Weingüter präsentieren sich 5 Tage lang auf dem Bamberger Maxplatz

Das Original von Sasson/Sautter nach der Romanvorlage von Gaston Leroux. Eines der erfolgreichsten Tournee Musicals in Europa mit Weltstar Deborah Sasson und Axel Olzinger in den Hauptrollen. Am 14.02.2019, 20 Uhr, in der Konzerthalle Bamberg

Zerstörte deutsche Synagogen
. Gemälde von Alexander Dettmar. Ausstellung vom 22. April bis 14. Oktober 2018 im Historischen Museum Bamberg

Teilen: