
Straßenbaumaßnahmen in der Innenstadt kommen gut voran.
Auch wenn Straßenbau im Innenstadtbereich für alle Beteiligten und Betroffenen kein einfaches Unterfangen ist: Das (dauerhafte) Ergebnis lohnt die (zeitweisen) Unannehmlichkeiten. „Wir bauen am Welterbe – das ist gleichzeitig Verpflichtung und ständige Herausforderung. Dabei sind wir bestrebt, mit der gebotenen Sorgfalt und Vorsorge vorzugehen – natürlich auch hinsichtlich der im Umfeld von Baustellen lebenden und arbeitenden Menschen.“ Baureferent Michael Ilk bittet um Verständnis und stellt die Baustellensituation vor. Am Wilhelmsplatz und rund um die neue Kettenbrücke wird derzeit noch eifrig gearbeitet, in der Herrenstraße indes ist das Bauende mit sehr ansprechendem Ergebnis erreicht. Ein Überblick des Entsorgungs- und Baubetriebs der Stadt:
Wilhelmsplatz nimmt Gestalt an
Mit Hochdruck laufen die Arbeiten am Wilhelmsplatz, einem der wichtigsten Eingangstore zur Innenstadt und bislang einseitig verkehrstechnisch gestaltet. Mit dem Umbau werden Aspekte der Verkehrsplanung und Stadtgestaltung gleichermaßen verbunden. Dabei erhöht die Anlage eines Kreisverkehrs die Leistungsfähigkeit am Knoten. Seit dem 23. Mai wird hier gebaggert und mittlerweile ist das Gestaltungsprinzip deutlich erkennbar: Bis Ende Oktober entsteht eine Abfolge mehrerer kreisförmiger „Schalen“: Mittelinsel, Fahrbahn, „Mischverkehrsfläche“ mit Radweg und Anliegerparkplätzen, Grünstreifen mit Bäumen und Gehweg entlang der Häuser. Sieben Bauphasen sind vorgesehen, bis die Umgestaltung abgeschlossen ist. Während der gesamten Bauzeit ist die Zufahrt zur Innenstadt immer gewährleistet.
In der aktuellen dritten Bauphase wird die nördliche Hälfte des künftigen Kreisverkehrs durch Setzen der Randsteine vorbereitet und der öffentliche Raum mit der so genannten Mischverkehrsfläche vor dem ehem. Fernmeldeamt und dem Justizgebäude gepflastert. Die Asphaltierungsarbeiten mit Einbau der Deckschicht für den gesamten Kreisel sind für Anfang September (01. bis 03.09.2011) vorgesehen. Im Anschluss ist der Kreisverkehr befahrbar und alle Verkehrsbeziehungen werden wieder möglich sein.
Umfeld der Kettenbrücke wird attraktiver
Bis Ende Oktober wird der Bereich vom Vorderen Graben über die Hauptwach- und Kettenbrückstraße abschnittsweise verkehrsberuhigt ausgebaut. Verbunden damit ist das Ziel zur Stärkung der Einkaufsstadt Bamberg, indem die Fußgängerzone bis zur Oberen Königstraße verlängert wird. Dabei wird die Oberflächengestaltung im gewohnten Muster und Bauart weitergeführt. Verlegt werden Natursteinpflaster aus Granitgroßstein mit diagonal verlaufenden Granitriegeln aus gesägten Steinen.
Derzeit erfolgt der niveaugleiche Ausbau von Fahrbahn und Gehweg im Bereich Hauptwach- und Kettenbrückstraße. Auf der westlichen Straßenhälfte wurde die alte Fahrbahn aus- und eine Drainasphaltschicht als neuer Untergrund eingebaut. Zu beiden Seiten der Kettenbrücke wird nun bis zum 26. August auf insgesamt rund 1.000 Quadratmeter gepflastert – jeweils von der Königstraße bzw. vom bisherigen Ausbauende auf Höhe der Einmündung Promenadestraße aus gleichzeitig in Richtung Brücke. Nach der Sandkerwa dann der Wechsel auf die gegenüberliegende Straßenhälfte. Im Anschluss wird der Einmündungsbereich der Promenadestraße angepasst.
Während der gesamten Maßnahme ist die Zufahrt zur Innenstadt / Tiefgarage „Zentrum-Karstadt“ über die Kettenbrücke frei. Mit Ende der Baumaßnahme wird der umgestaltete Straßenraum zum „Verkehrsberuhigten Bereich“, wodurch für den Fahrverkehr – Anlieger, Lieferverkehr, Taxen und Einsatzfahrzeuge sowie Nutzer der Tiefgarage – Schrittgeschwindigkeit (unter 10 Stundenkilometer) vorgeschrieben ist. Die Durchfahrt über Maxplatz zur Kapuzinerstraße wird mittels Beschilderung untersagt.
Herrenstraße schneller fertig
Ziel übertroffen: Rechtzeitig vor der Sandkerwa sollte die Neugestaltung der Herrenstraße zwischen Dominikaner- und Karolinenstraße abgeschlossen sein – tatsächlich konnte die Baustelle bereits Anfang August geräumt werden. Damit präsentiert sich die gesamte Hauptachse durch den „Sand“ zwischen Elisabethen- und Karolinenstraße im einheitlichen Erscheinungsbild. Natursteinpflaster aus fränkischem Muschelkalk bildet den Oberflächenbelag, wobei der Straßenraum höhengleich unter Wegfall aller Bordsteine ausgebaut wurde. Als Beitrag zur barrierefreien Erschließung wurde in der Herrenstraße auf beiden Seiten vor den Gebäudefassaden ein Streifen mit „gestockter“, d. h. weitgehend glatter Oberfläche verlegt.
Nicht zuletzt durch die Ausweisung als „Verkehrsberuhigter Bereich“ hat der „Sand“ deutlich an Aufenthaltsqualität gewonnen: Attraktive Straßenräume und Möglichkeiten für Nutzungen und zum Verweilen sind entstanden – Anwohnern, Gästen und der lokalen Geschäftswelt gefällt die neu gewonnene Qualität. Die offizielle Freigabe der Straße übernimmt Oberbürgermeister Andreas Starke am 14. August im Rahmen eines Weißwurst-Frühstücks der IG interesSAND… und des Bürgerverein IV. Distrikt. Voraussichtlich 2013 soll – vorbehaltlich der Entscheidungen von Politik und Verwaltung – die Umgestaltung mit der Sanierung des Leinritts fortgeführt werden.
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