Gärtner-und Häckermuseum in Bamberg

Die Lebens- und Arbeitswelt der Gärtner und Häcker - so die fränkische Bezeichnung für Winzer - entdeckt man im Gärtner- und Häckermuseum.

Das Museum ist das Herzstück der Gärtnerstadt. Es soll den Wert dieses Erbes näher bringen und das in Vergessenheit geratene Wissen um den bedeutenden Bamberger Erwerbsgartenbau wieder lebendig machen. In seiner Art ist es einzigartig in Deutschland und kann schon auf ein über 30-jähriges Bestehen zurückblicken.

Neben dem historischen Winzerhandwerk der Häcker in der Bergstadt ist es vor allem dem handwerklichen innerstädtischen Gemüsegartenbau in der seit dem Mittelalter gewachsenen Gärtnerstadt des UNESCO-Welterbes Bamberg gewidmet. Das Freilicht-Areal zeigt die gärtnerspezifischen Aspekte des Wohnens und Wirtschaftens in diesem 1769 erbauten Gärtnerhaus.

Die Anwendung der wichtigsten Geräte, die Herkünfte und Produktion der lokalen Gemüsesorten sowie der örtliche Handel auf dem „Grünen Markt“ und die europaweiten Handelsaktivitäten der Bamberger Gärtner werden in einzelnen Videostationen lebendig vermittelt. Den Häckern und ihrem von grundlegenden Wandlungen vom Wein- über den Hopfen- zum Obstbau geprägten Handwerk ist ein eigener Raum gewidmet.

In einem typischen Bamberger Gärtnerhaus sind Geräte und Möbel ausgestellt, die einen Einblick in die frühere Lebens- und Arbeitswelt gestattet.

Mitte des 19. Jahrhunderts verdiente rund ein Fünftel der Bamberger Erwerbstätigen seinen Unterhalt in der Landwirtschaft und hielt damit den Ruf Bambergs als "Gärtnerstadt" aufrecht.

Gewürze, Gemüse und deren Samen wurden bis nach Prag und Budapest geliefert.

Eine Tradition, die heute vor allem im Gärtner- und Häckermuseum weiterlebt, das einen faszinierenden Einblick in das einstige Leben der "Zwiebeltreter" bietet.

Das einzigartige Spezialmuseum wurde 1981 übrigens vom Europarat mit dem Museumspreis ausgezeichnet. Das Museum findet sich in einem der über 200 bis heute erhaltenen Ackerbürgerhäuser, in dem das Leben der Gärtner und Häcker in der Zeit um 1900 dargestellt wird. Aufgeteilt ist die Schau in die drei Schwerpunktthemen: Haus, Hof und Garten.

Wie mühsam der Broterwerb auf dem Feld gewesen ist, läßt sich an den historischen Arbeitsgeräten erkennen, die neben zahlreichen Trachten im Dachgeschoß des Anwesens untergebracht sind.

Öffnungszeiten

Mai bis Oktober, Mittwoch - Sonntag 11-17 Uhr

 

Eintrittspreise

3,- Euro
ermäßigt 2,50 Euro
Kinder & Jugendliche: 1 Euro

Adresse:
Gärtner- und Häckermuseum
Mittelstr. 34
96052 Bamberg

Homepage

Führungen:
Führungen für Gruppen, 15-50 Personen, nach vorheriger Anmeldung

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