St. Stephan in Bamberg

St. Stephan in Bamberg

Auch die heutige evangelische Hauptkirche von Bamberg diente ursprünglich als Stiftskirche. St. Stephan wurde vor 1009 als bischöfliches Eigenkloster gegründet. Die erste Kirche, von der jedoch nichts mehr übriggeblieben ist, wurde 1020 von Papst Benedikt VIII. geweiht. Von einer späteren Kirche wurde ein Turm aus dem 13. Jahrhundert in den Neubau von 1626 integriert. Der Dreißigjährige Krieg verhinderte jedoch den Weiterbau, so dass die Kirche erst zwischen 1658 und 1662 vollendet werden konnte.

Doch schon bald erwiesen sich Langhaus und Querhaus als unzureichend. Bereits 1677 fand daher ein erneuter Umbau statt. 1803 wurde das Chorherrenstift St. Stephan aufgehoben und die Kirche 1807 der evangelischen Gemeinde übergeben.Die Stephanskirche erhebt sich über einem kreuzförmigen Grundriss. Chor und Querhausarme sind dreiseitig geschlossen. Über der Vierung war ursprünglich eine Kuppel geplant, die jedoch nicht ausgeführt wurde.

Die achtseitige Öffnung ist wie das gesamte Langhaus und die Querhausarme mit Stuckarbeit versehen. Die Aufhebung des Stifts hatte die weitgehende Entfernung der Ausstattung zur Folge. Lediglich einige Blätter ehemaliger Altäre sind neben dem eleganten Chorgestühl noch vorhanden. Vom ehemaligen Stephanusaltar ist eine Darstellung des Kirchenpatrons Stephanus vor Gericht und vom ehemaligen Kreuzaltar eine Beweinung Christi erhalten.

 

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