Böttingerhaus in Bamberg

Böttingerhaus in Bamberg

Das barocke Böttingerhaus ist wohl das berühmteste Bürgerhaus Bambergs. Es wurde von Johann Ignaz Tobias Böttinger erbaut, dem ältesten Sohn des Hofrats Johann Georg Böttinger. 

Johann Ignaz Tobias Böttinger, der sein Studium in Bamberg, Würzburg und Prag mit 21 Jahren abgeschlossen hatte, gab 1707 ein Haus in Auftrag, das alles, was die Bamberger Bürger bisher kannten, in den Schatten stellte. Es übertraf die Stadtresidenzen der Reichsritterschaft, die Domherrenhöfe und die Stiftskurien bei weitem an Pracht und Kunst. Böttinger zog 1712 in sein barockes Juwel ein.

Die Fertigstellung erfolgte vermutlich 1713. Leider ist der Baumeister dieses Hauses nicht bekannt. - Das Baumaterial wurde vom Fürstbischof kostenlos zur Verfügung gestellt, weil der Bau seines Hofbeamten geeignet war, das Ansehen der Residenzstadt zu fördern.


Das Haus  besaß jedoch zahlreiche Baumängel:

Das Grundstück ist sehr begrenzt, nicht großzügig bemessen, wie es im Barock üblich war. Mit den Grundstücksnachbarn, der Familie von Stauffenberg, kam es sogar zu Streitigkeiten wegen einer Baumreihe an der Grenze. Die Bäume wurden später durch eine heute noch bestehende Mauer ersetzt.

Das Haus weist keine Flure auf und einige Zimmer sind nur über das nicht beheizbare Treppenhaus zu erreichen.

Außerdem war das Treppenhaus im Erdgeschoss zum Hof nicht abgeschlossen und im Winter stand deshalb das blanke Eis an den Wänden.

Für die große Familie - am Schluss hatte Böttinger 12 Kinder - war das Haus nicht repräsentativ genug.

Mit freundlicher Genehmigung des Kaiser-Heinrich-Gymnasium Bamberg. Von der Seite http://www.apfelweibla.de

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