Altes Rathaus in Bamberg

Altes Rathaus in Bamberg

Das Alte Rathaus von Bamberg steht inmitten der Regnitz, gleichsam als Grenze der bürgerlichen Inselstadt zwischen den Regnitzarmen und den geistlichen Zentren auf den jenseitigen Höhen.

Verbindung schaffen die Obere und Untere Brücke. Das Gebäude zählt mit seiner Architektur zu den originellsten Rathäusern in Deutschland. Hinzu kommt die einmalige topographische Lage.

Das Alte Rathaus wurde im 15. Jahrhundert errichtet und ist im Kern gotisch. In der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde es nach Plänen von Johann Jakob Michael Küchel im barocken Stil erneuert und elegant eingekleidet mit einem Torturm mit heiter-beschwingten Balkonen, mit von Fresken überschütteten Längsseiten und einem Rottmeisterhäuschen in gotischem Fachwerk. Auf der Oberen Brücke befindet sich eine plastische Kreuzgruppe von Gollwitzer (1715) und eine Statue des hl. Nepomuk.

Unter den Räumen ist vor allem der Ratssaal im Obergeschoss mit einer Stuckdecke von 1745 sehenswert. Die Gemälde zeigen die Tugenden im Zusammenhang mit biblischen Persönlichkeiten und Ereignissen.

Justitia wird durch das Strafgericht Josuas verkörpert, Temperentia durch Ahasver und Esther, Fortitudo durch die Rechtfertigung Susannas und Prudentia durch das Urteil Salomos.

Darüber hinaus schmücken Imperatorenbüsten von 1750 den Ratssaal.

Seit 1995 beherbergt das Alte Rathaus auch die größte Fayence- und Porzellansammlung in Deutschland und zugleich eine der umfassendsten Kollektionen von Straßburger Fayencen.

Das alte Bamberger Rathaus mit seiner schönen Fassadenmalerei.