Altenburg in Bamberg

Altenburg in Bamberg

Auf dem höchsten der sieben Bamberger Hügel thront die Altenburg, eines der Wahrzeichen der Stadt.

Die Burg wird im Jahr 1109 erstmals erwähnt und zu diesem Zeitpunkt als Flieh- und Trutzburg genutzt. Im 14. und 15. Jahrhundert diente sie als reich ausgestatteter Wohnsitz der Bamberger Bischöfe, wird jedoch 1553 von Markgraf Alfred Alcibiades von Brandenberg-Kulmbach im Zweiten Markgrafenkrieg fast vollständig zerstört. Vom mittelalterlichen Baubestand sind lediglich der 33 Meter hohe Bergfried aus dem 13. Jahrhundert und Teile der Ringmauer erhalten. Am oberen Teil des Turms hängt noch ein eiserner Korb, mit dessen Hilfe man früher Feuersignale in Richtung der 20 Kilometer entfernten Giechburg (bei Scheßlitz) übermittelte.

Dass die Altenburg heute eine touristische Attraktion von Bamberg ist, ist der Initiative eines Privatmannes und eines Vereins zu verdanken. 1801 erwarb der Bamberger Arzt Adalbert Friedrich Marcus die heruntergekommene Anlage und ließ sie von Grund auf restaurieren.

Befreundet war der Arzt mit dem Romantiker E. T. A. Hoffmann, der sich von der Burg so angezogen fühlte, dass er sich für längere Zeit auf einem der Mauertürme niederließ. Nach Marcus Tod gelangte die Altenburg in den Besitz Anton von Greifensteins, der 1818 den Verein zur Erhaltung der Festung gründete, eine Bürgerinitiative, die noch heute besteht und sich um den Weiterbestand der altehrwürdigen Mauern kümmert.

Heute beherbergt die Altenburg eine Gastwirtschaft, in der man das typische Bamberger Rauchbier genießen kann.

Besonders sehenswert von der Altenburg sind Teile des Grabens, eine gut erhaltene Burgmauer mit Wehrgang, die Brücke und der Torbau, der Bergfried und eine neugotische Burgkapelle mit Grabmälern. Vor der Burg befindet sich eine Kreuzgruppe von Georg Adam Reuß.

Besichtigung:
Innenbesichtigung bei Voranmeldung unter
Tel.: 0951/5 33 87 möglich.

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